»Lindenkrug« wird seine Pforten schließen – Istrup bald ohne Kneipe

Blomberg-Istrup. Dem Blomberger Ortsteil Istrup droht das langsame und schleichende Aus – zumindest bezogen auf Bildungseinrichtungen und den Gastronomie-Bereich.

Nachdem bereits vor einigen Jahren die Gaststätte »Wülker« ihre Pforten geschlossen hatte und auch die Grundschule bekanntermaßen kein zukunftsträchtiges Modell ist, gibt es den »Lindenkrug« bald ebenfalls nicht mehr.

Udo Topp (Foto), der seit 1967 im Betrieb tätig ist, die örtliche Institution dann von seinen Schwiegereltern übernommen hatte und sich seit mittlerweile 25 Jahren dafür verantwortlich zeichnet, wird nur noch in den kommenden sechs Monaten hinter dem Tresen zu finden sein. »Dann ist Schluss. Ich mag nicht mehr«, macht Topp keinen Hehl aus seiner Gemütslage.

Den Grund für seine Aussage liefert der Wirt auch gleich mit: »Ich habe 20 Jahre im öffentlichen Dienst und weitere 20 auf dem Bau hinter mir, arbeite hier seit einem Vierteljahrhundert also gewissermaßen in Doppelschicht. Irgendwann geht das einfach nicht mehr.«

Fakt ist aber, dass Udo Topp schließen muss, da die Konzession durch den Tod seiner Schwiegermutter erlischt. Um die Schanklizenz zurückzubekommen, wären erhebliche bauliche Veränderungen notwendig. Zudem bleibt die Kundschaft von Montag bis Freitag aus. Lediglich am Wochenende ist ordentlich Betrieb.

Trotzdem bedauern die beiden Gäste, die es sich – an einem Freitagabend wohlgemerkt – mittlerweile an der Theke bequem gemacht haben, den Entschluss ihres Stammwirts. »Wo sollen wir dann denn hin?«, fragt das Duo.

Den Istrupern stirbt so nämlich in der Tat die letzte Anlaufstelle für Feierabendbier, Schießsport oder Kegelvergnügen weg – und Abhilfe ist nicht in Sicht.

In einem halben Jahr stehen die Gäste vor verschlossenen Türen, wenn sie dem »Lindenkrug« einen Besuch abstatten wollen.

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