Kreissenioreneinrichtung auf Kurs

Blomberg. Im Herbst 2015 drohte den Kreissenioreneinrichtungen Lippe (KSE) die Insolvenz. Zur Erhaltung der Seniorenheime haben die Verantwortlichen jedoch ein Sanierungskonzept erarbeitet, das nun erste Erfolge aufzeigt.

»Es freut mich persönlich, dass es uns gelungen ist, die KSE Lippe aus den roten Zahlen zu bekommen und so die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern«, erklärte Landrat Dr. Axel Lehmann. Denn im Fokus der Umstrukturierung standen zu jeder Zeit sozialverträgliche Kosteneinsparungen.

Dorothea Ruhe, Prokuristin der KSE Lippe, hatte unter anderem zur Erhaltung der Einrichtungen beigetragen. Sie prüfte sämtliche Verträge und gestaltete die Verfahren im Rahmen des internen Risikomanagements neu. »Durch die Veränderung vieler Kleinigkeiten, beispielsweise durch den Anbieterwechsel im Bereich der Reinigung, haben wir letztendlich Einsparungen erzielen können. Es ist schön, dass so der Fortbestand der Kreissenioreneinrichtungen gesichert werden konnte«, berichtet Ruhe zufrieden.

Darüber hinaus betraf das Sanierungskonzept eine Spezialisierung der Häuser, um sich besser an die vielschichtigen Anforderungen in der Pflege anzupassen und somit die Senioreneinrichtungen konkurrenzfähiger zu machen. So hat die KSE unter anderem am Standort Blomberg eine strategische Neuausrichtung gewagt und Schwerpunkte gesetzt.

Im Frühjahr diesen Jahres begannen die Vorbereitungen für ein Demenzprojekt. Seit August besteht im Obergeschoss des »Haus Abendfrieden« nun ein spezieller Wohnbereich, in dem Menschen mit mittel- bis schwergradiger Demenz betreut und gepflegt werden.

Die Spezialisierung soll dazu dienen, die Einrichtung zukunftsfähig zu machen, denn in der Demenz-Pflege haben sowohl Dorothea Ruhe, Dr. Johannes Hütte, Geschäftsführer der KSE Lippe, Dr. Axel Lehmann sowie Roland Holst, stellvertretende Haus- und Pflegedienstleitung, eine Versorgungslücke im Kreis gesehen.

Dorothea Ruhe (hinten links), Dr. Axel Lehmann und Dr. Johannes Hütte mit Juliane Holst, Bewohnerin der KSE am Standort Blomberg. Fotos: © brink-medien

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