Kurzzeitige Sperrungen der B1 bei Blomberg

Blomberg (lz). Mit zeitlichen Einschränkungen müssen Verkehrsteilnehmer kommende Woche auf der Bundesstraße 1 rechnen. Die Stadt wird dort ab Montag Bäume fällen lassen und zwar stadtauswärts in Richtung Barntrup – auf Höhe des Forsthauses.

Mindestens 50 Eschen sollen weg. Die Straße wird weitestgehend befahrbar bleiben, Ampeln sollen nur bei Bedarf auf Rot gestellt werden. Es wird ein herabgesetztes Tempolimit geben. »Geplant sind kurze Vollsperrungen, während der tatsächlichen Fällschnitte«, erklärte Stephan Radeck, Förster der Stadt, gestern bei einem Pressegespräch.

Längstens drei Minuten soll der Verkehr stehen – also in der Zeit, in der das Holz tatsächlich fällt. Die weiteren Arbeiten passieren dann nach bisheriger Planung abseits der Straße. Der Verkehr wird mit reduzierter Geschwindigkeit weiter fließen können.

Die Vollsperrungen sollen ab 8 Uhr beginnen, »also wenn der erste größte Pendlerverkehr durch ist«, betont Radeck. »Bis 12.30 Uhr – dann machen wir mit diesen Arbeiten eine Pause, um den stärkeren Verkehr zur Mittagszeit nicht zu stören, und weiter geht es von 13 bis 15.30 Uhr.«

Das Verfahren mit den dreiminütigen Vollsperrungen ist laut Stadtverwaltung erprobt und bei Arbeiten dieser Art ein üblicher Weg. »An der Fällung der Eschen führt kein Weg vorbei«, sagt der Förster. Seit gut zwei Jahren setze das sogenannte Eschentriebsterben den Bäumen zu, mit der Folge, dass Astbruchgefahr und Probleme bei der Standsicherheit bestehen würden. »Als Stadt müssen wir an dieser Stelle unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Es muss nicht einmal ein Baum fallen, ein armdicker Ast aus 30 Metern Höhe kann bereits ausreichen, um ein Autodach zu durschlagen.«

Da es sich bei den Arbeiten um einen größeren Eingriff in den Verkehr auf einer Bundesstraße handele, wolle man jetzt gründlich zu Werke gehen, um für die nächsten Jahre sicher zu sein. Neben Mitarbeitern der Stadt werden außerdem zwei Forstfirmen an den Arbeiten beteiligt, um einen schnellen Ablauf zu gewährleisten.

Die Arbeiten sollen bis Freitag kommender Woche dauern. Stefan Radeck einschränkend: »Versprechen können wir das jetzt allerdings noch nicht. Wir wissen weder, wie schnell wir voran kommen, noch wie viel Arbeit am Ende genau auf uns wartet.«

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