Umbau zur Sekundarschule in vollem Gange

Blomberg. Die Sommerferien laufen, doch von Ruhe und Entspannung ist am Schulzentrum an der Ulmenallee nur wenig zu spüren.

Drei große Mulden stehen vor dem Haupteingang der ehemaligen Hauptschule. Fleißige Arbeiter tummeln sich im Inneren des Gebäudes, einige tragen Tische und Stühle nach draußen und verfrachten sie auf die Ladefläche eines Lastwagens. Andere Möbel wurden in den großen Containern entsorgt. Was geht hier vor sich?

»Die Hauptschule läuft im kommenden Sommer aus. Deshalb wird das Gebäude anderweitig genutzt. Was hier also momentan passiert, ist der Umbau der ehemaligen Hauptschule zur Sekundarschule«, verraten Andreas Wolf, Betriebsleiter der Blomberger Immobilien- und Grundstücksverwaltung (BIG), und Bürgermeister Klaus Geise.

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellt sein. »Da der Umbau über die Sommerferien hinausgeht, muss der Unterricht einiger Klassen in anderen Gebäudeteilen stattfinden. Diese Planung ist zum Glück gelungen, was nicht unerheblich der guten Zusammenarbeit mit der Schulleitung geschuldet ist«, erklärte Wolf.

Nachdem das gesamte Mobiliar entweder entsorgt oder eingelagert worden ist, hat vor wenigen Wochen die Entkernung des Gebäudes begonnen. Einbauteile wie Türen, Böden, Unterdecken, mitunter sogar Nichttragende Innenwände sowie Sanitär und Elektrik werden entfernt. Im Anschluss folgen die Renovierungsarbeiten.

Wer das Innere des Gebäudes kennt, weiß um die dunklen Flure und Treppenhäuser Bescheid. Im Zuge der Sanierungsarbeiten sollen offene Aufenthaltsbereiche, die als Lernzonen für Schüler dienen, mehr Tageslicht bringen. Damit gehe auch eine bessere Orientierung einher. Weiter sollen Akustikdecken in den Klassenzimmern und Fluren angebracht werden. Türen mit eingesetzter Glasscheibe und neue Böden sollen ebenfalls für ein moderneres und helleres Erscheinungsbild sorgen.

»Bei den Arbeiten spielt auch die barrierefreie Erschließung eine große Rolle«, betonte der Betriebsleiter der BIG. Denn das Schulgebäude erstreckt sich über drei Etagen. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss sind von außen schon barrierefrei zu erreichen. Dies gilt allerdings nicht für die zweite Etage. Deshalb wird im Zuge der Renovierungsarbeiten eine Aufzugsanlage im Treppenhaus installiert, so dass die verschiedenen Ebenen auch innerhalb des Gebäudes für jedermann zu erreichen sind. Des Weiteren verfügt das neue Sekundarschulgebäude bald über eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage, elektrische Lautsprecher und eine Amok-Anlage.

Doch die Sanierung der ehemaligen Hauptschule war erst der Anfang. »Insgesamt erstrecken sich die Umbauarbeiten über einen Zeitraum von vier Jahren«, erzählt Wolf. Denn neben dem ehemaligen Hauptschulgebäude werden auch der Verbindungstrakt von der Hauptschule zum Fachklassentrakt, das Verwaltungsgebäude und die Realschule saniert. Diese Maßnahme erfolgen ebenfalls gebäudeweise. Die Arbeiten an den Objekten werden grundsätzlich die gleichen sein. Ob beispielsweise Böden tatsächlich erneuert werden müssen, sehe man dann im Einzelnen.

»Wir wollen in Blomberg für eine moderne und attraktive Bildungsstätte sorgen. Die Gesamt-Umbaukosten für diesen ersten Bauteil von rund 1,5 Millionen Euro sind kaum mit eigener Kraft zu stemmen. Daher freuen wir uns über Fördermittel des Programms »Gute Schule 2020« der Landesregierung, die die Arbeiten hier erleichtern«, so Bürgermeister Klaus Geise.

Sanierungsarbeiten laufen auf Hochtouren: Andreas Wolf, Betriebsleiter der BIG, und Bürgermeister Klaus Geise (rechts). Foto: © brink-medien

 

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