Ornithologen treffen sich in Schieder

Schieder-Schwalenberg. Die Biologische Station Lippe und der NABU Lippe laden am Donnerstag, 28. März, zur Jahresversammlung der Ornithologischen Arbeitsgruppe Lippe ein.

Beginn ist um 19 Uhr in der Biologische Station in Schieder, Domäne 2. Stationsmitarbeiter Holger Sonnenburg wird zu Beginn der Versammlung den neuen Ornithologischen Sammelbericht für Lippe für das vergangene Jahr vorstellen.

Dabei erläutert er Beobachtungen extrem seltener Arten in der Region wie Ohrentaucher, Löffler, Sumpfohreule und Regenbrachvögeln. Zusätzlich werde die Bestandsentwicklung ausgewählter heimischer Arten vorgestellt.

Zur Verlängerung der lippischen Artenliste tragen auch immer wieder Exoten bei. So wurden im vergangenen Jahr unter anderem Flamingo, Diamanttäubchen und Rosellasittiche in Lippe gesichtet. Hierbei handle es sich um Gefangenschaftsflüchtlinge, die die Artenliste verlängern, aber bislang nicht dauerhaft in der Region vorkommen.

Die Gesamtliste der Vogelarten könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um einige heimische Arten sehr schlecht bestellt sei. Kiebitz, Rauch- und Mehlschwalbe sowie Turteltaube nehmen im Bestand dramatisch ab. Weitgehend unbemerkt von der Bevölkerung (und den Ornithologen) habe sich auch der Tannenhäher binnen kürzester Zeit aus der gesamten Region zurückgezogen.

In diesem Zuge werden an diesem Abend Auswirkungen des Klimawandels als Rückgangsursache für diese Art diskutiert. Der Klimawandel und sein Einfluss auf die Vogelwelt wird deshalb auch Thema des Hauptvortrages sein. Andreas Bader, Vogelkundler aus Halle-Westfalen, zeigt unter anderem auf, wie sich das Zugverhalten einzelner Arten, ihre Ankunfts- und Aufenthaltszeiten bei uns bereits verändert haben. Im Nachgang gibt es die Möglichkeit zu einem Erfahrungsaustausch.

Die Veranstaltung ist offen für alle an der heimischen Vogelwelt interessierten Bürger. Die Teilnahme ist kostenlos.

Silberreiher hat es früher nicht in Lippe gegeben –
nun sind sie zum Teil zahlreich anzutreffen. Foto: B. Brautlecht

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