Sekundarschule: Baumaßnahmen gehen voran

Blomberg. Nach rund einem Jahr sind die Sanierungsarbeiten am Gebäude der ehemaligen Hauptschule am Schulzentrum in Blomberg fast abgeschlossen.

»Mit dem Umbau der Haupt- und Realschule wollen wir die Bildungslandschaft in Blomberg stärken. Wir möchten die Sekundarschule zu einer guten Einrichtung machen, wo Kinder und Jugendliche unter optimalen Bedingungen lernen können«, erklärt Bürgermeister Klaus Geise.

Die Architekten Stefan Brand und Günther Wachter haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Ansprüche umzusetzen. Wer das Innere des Gebäudes kennt, weiß um die dunklen Flure und Treppenhäuser Bescheid. Im Zuge der Sanierungsarbeiten sind daher offene Aufenthaltsbereiche entstanden, die als Lernzonen für Schüler dienen und zugleich mehr Tageslicht in das Gebäude bringen.

Einer dieser Bereiche findet sich auf der mittleren Ebene des Gebäudes wieder, wo zu Hauptschulzeiten das Hausmeisterbüro angesiedelt war. »Mit den offenen Zonen haben wir einen weitläufigen und transparenten Charakter erreicht. Die Schüler verbringen inzwischen viele Stunden ihres Tages in der Schule. Daher ist es wichtig, dass wir einen Ort zum Wohlfühlen schaffen«, so Architekt Stefan Brand.

Beim Farbkonzept haben sich die Verantwortlichen für helle Töne entschieden. Während die Laufzonen mit grauen Bodenbelägen ausgestattet wurden, weisen die neuen Lernzonen helle Vinylböden in Holzoptik auf. Dies sei nicht nur modern, sondern sorge auch für eine bessere Orientierung. Einen Farbakzent setzen blaue Wände, die sich in jedem Klassenzimmer und in den Fluren wiederfinden.

Eine wichtige Rolle habe außerdem die Barrierefreiheit im Gebäude gespielt. »Im Untergeschoss haben wir ein Pflegebad installiert, so dass ein gehbehindertes Kind nach besten Ansprüchen gepflegt werden kann. Das ist einfach zeitgemäß«, sagt Brand. Außerdem wurde im Treppenhaus eine Fahrstuhlanlage installiert, sodass die verschiedenen Ebenen auch innerhalb des Gebäudes für jedermann zu erreichen sind.

Eigentlich sollten die Umbaumaßnahmen in diesem Abschnitt bereits Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Doch unvorhersehbare Arbeiten haben dieser Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht. »Im Laufe der Sanierung sind wir auf asbesthaltige Faserstoffe gestoßen. Diese mussten wir entsorgen und das ganze hat etwa vier Wochen gedauert«, erklärt Günther Wachter die Verzögerung. Ende Juni seien die Sanierungsmaßnahmen nun aber abgeschlossen.

Doch die Renovierung der ehemaligen Hauptschule war erst der Anfang. »Insgesamt erstrecken sich die Umbauarbeiten über einen Zeitraum von vier Jahren«, erzählt Geise. Denn neben dem ehemaligen Hauptschulgebäude werden der Verbindungstrakt von der Hauptschule zum Fachklassentrakt, das Verwaltungsgebäude und die Realschule saniert. Diese Maßnahme erfolgen ebenfalls gebäudeweise.

»Eine Idee war, dass in jedem Gebäudeteil ein anderes Farbkonzept aufgegriffen wird. So hebt sich jedes Objekt noch einmal von den anderen ab. Grundsätzlich werden die Arbeiten jedoch die gleichen sein«, erläutert Andreas Wolf, Betriebsleiter der Blomberger Immobilien- und Grundstücksverwaltung (BIG).

Ursula König, Leiterin der Sekundarschule, freut sich bereits auf den Einzug in die neuen Räumlichkeiten. »Die Jugendlichen sind auch schon ganz gespannt. Besonders die neunten und zehnten Klassen freuen sich auf den Umzug, da sie die ersten sind, die dort lernen werden«, erzählt sie.

Günther Wachter, Friedrich-Wilhelm Meier, Ausschussvorsitzender BIG, Klaus Geise, Andreas Wolf, Peter Hohenner, Vorsitzender des Schulausschusses, und Stefan Brand (von links) sind zufrieden mit dem Ergebnis der Umbauarbeiten. Fotos: brink-medien

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