Lückenschluss im Paradies

Blomberg (seh). Die Tinte unter dem Kaufvertrag ist trocken – jetzt wird die Öffentlichkeit informiert. Die Stadt Blomberg hat das Gebäude der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) am Paradies in Blomberg gekauft.

Eher zurückgekauft, denn vor 1999 gehörte die Immobilie schon einmal der Stadt. Demnächst sollen die Abwasserwerke dort einziehen.

Zunächst werden knapp 375.000 Euro in Brandschutz, EDV, die Sanierung der Sanitäranlagen sowie des Bodens investiert. Dem Vernehmen nach könnte dort bald ein soziales Vorzeigeprojekt realisiert werden. Die Gespräche dazu mit potenziellen Trägern laufen. Details nannte Bürgermeister Klaus Geise mit Blick auf die laufenden Verhandlungen nicht.

Die gute Stimmung unter den Partnern ist bei Ortstermin spürbar. Vor knapp zwei Jahren war die Johanniter-Unfall-Hilfe vom Paradies in die neugebaute Stätte am Diestelbach gezogen. »Der Bürgermeister wollte uns die Adresse einfach nicht mitgeben«, sagte Johanniter-Regionalvorstand Matthias Schröder. Trotz dieses »herben Verlustes« seien sich die Handelspartner einig geworden. Was die Stadt Blomberg für das knapp 750 Quadratmeter große Gebäude und das Areal mit 2.057 Quadratmetern berappen musste, darüber schwiegen sich beide Seiten aus.

Fest steht, dass die Stadt einen vor 20 Jahren erteilten Nachlass für die Johanniter-Unfall-Hilfe beim Kauf des Gebäudes von mehr als 70.000 DM nunmehr auch in den aktuellen Preisverhandlungen geltend machen konnte. Diesen hatte der Verband als soziale Einrichtung bekommen. Für die Stadt ist das ein Glücksgriff, schließlich liegt das Areal zwischen dem Jugendzentrum und dem Integrationszentrum IZIP. Darum stand die Idee, das Gebäude zurückzukaufen, schon seit dem Auszug der Johanniter im Raum.

Die Stadt bekam trotz langer Wartezeit den Zuschlag, auch wenn es andere Interessenten für das Areal gegeben hatte. »Aber kaum ernstzunehmende«, betonte Matthias Schröder und wies auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Blomberg hin.

Die oberen Büroräume, etwas mehr als 200 Quadratmeter, sollen nach dem Umbau von den Verwaltungsmitarbeitern der Abwasserwerke genutzt werden. »Die Versorgungsbetriebe haben für den bisherigen Standort an der Nederlandstraße Eigenbedarf angemeldet. Darum ziehen die Mitarbeiter nun hierhin um.«

Bürgermeister Klaus Geise bekommt symbolisch die Schlüssel für das Gebäude am Paradies von Matthias Schröder, Vorstand des Johanniter-Regionalverbandes Lippe-Höxter. Foto: Seda Hagemann

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