Stadtverwaltung setzt digitale Akzente

Blomberg. Die Stadt Blomberg geht mit der Zeit und stellt sich digital in Teilen neu auf.

Konkret geschieht das durch zwei Angebote an die Blomberger: das Bürgerserviceportal und die Onlineterminbuchung, heißt es in einer Pressemitteilung.

»Wir haben in der Verwaltung schon seit einiger Zeit diverse Fachdienste digitalisiert und waren in der jüngeren Vergangenheit damit beschäftigt, Teile unserer aktuellen externen Dienstleistungen online abzubilden. Ab sofort besteht nun die Möglichkeit, über ein Serviceportal verschiedene Dienste zu beantragen. Ein persönliches Erscheinen in der Verwaltung entfällt damit in einigen Fällen«, erklärt Beigeordneter Christoph Dolle, der die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe der Stadt Blomberg leitet.

Über die städtische Website (www.blomberg-lippe.net) gelangen Interessierte auf das Bürgerserviceportal (www.buergerserviceportal.nrw/krz/blomberg). Dort sind für die Stadt Blomberg derzeit 13 Dienste erfasst. Das Spektrum reicht hier von der Abmeldung ins Ausland und einem Briefwahlantrag über Führungszeugnis und Meldebescheinigung bis hin zu Wohnungsgeberbestätigung und Sterbeurkunde.

Wer einen dieser 13 Dienste auswählt, erhält auf der folgenden Seite verschiedene spezifische Informationen. Daran schließt sich nach einer Bestätigung die obligatorische Datenschutzerklärung an, bevor die persönlichen Daten eingetragen werden müssen.  Das Besondere: Bürger können sowohl kostenfreie Dienstleistungen in Anspruch nehmen als auch solche, die kostenpflichtig sind.

Die kostenpflichtigen Angebote sind mit einem Euro-Zeichen versehen, die Zahlung erfolgt per Kreditkarte, Giropay oder Paydirekt. Die Bezahlmöglichkeiten werden später noch um das Angebot von Paypal erweitert. Die Zahlungsdetails tragen die User ein, bevor sie den Antrag final abschicken. Nach der entsprechenden Bearbeitung durch die Mitarbeitenden im Blomberger Bürgerbüro folgt die Zusendung der beantragten Unterlagen per Post.

»Für uns stellt das Bürgerserviceportal einen Baustein dar. Früher war es so, dass die Bürger persönlich bei der Verwaltung erscheinen mussten, um Dokumente zu beantragen und diese dann später abzuholen. Nun ist die Beantragung online möglich und die Unterlagen werden direkt nach Hause geschickt«, bilanziert Dolle, der aber deutlich macht: »Für manche Dienstleistungen, wie beispielsweise die Beantragung eines Personalausweises, ist nach wie vor ein Vor-Ort-Termin nötig. Beim Bürgerserviceportal handelt es sich übrigens ausdrücklich um kein Muss, sondern lediglich um ein optionales Angebot.«

Ergänzend dazu hat die Stadt Blomberg auch die Onlineterminbuchung ins Leben gerufen. Der entsprechende Auswahlbutton befindet sich direkt auf der Startseite der städtischen Website, nach einem Klick folgt die Weiterleitung auf die Serviceseite www.terminland.de/blomberg-lippe. Dort können derzeit ausschließlich Termine vereinbart werden, die sich auf Dienstleistungen des Blomberger Bürgerbüros beziehen. Nutzer werden dabei erst nach ihrem konkreten Anliegen gefragt, suchen sich dann einen Termin aus und geben schließlich ihre persönlichen Daten ein, bevor sie diese prüfen und letztendlich abschicken. Sogar eine Terminerinnerung per E-Mail ist optional wählbar.

Die erste Person, die die Onlineterminvereinbarung in der Nelkenstadt genutzt hat, ist Marilyn Clamors. »Ich arbeite in Schieder und wollte Blomberg jetzt wieder als meinen Wohnort anmelden. Aufgrund der Möglichkeit, eine konkrete Uhrzeit für den Termin buchen zu können, konnte ich direkt nach Feierabend zum Bürgerbüro fahren und es gab keine Wartezeiten. Das war optimal«, so Clamors.

»Durch die Onlineterminvereinbarung bieten wir einen zusätzlichen Service an, der für mehr Effizienz sorgt und Wartezeiten durch die genaue Auswahl eines Zeitfensters im Grunde genommen ausschließt. Für die Verwaltung ist das ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt. Aber Termine können nach wie vor auch persönlich, telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular auf unserer Internetseite ausgemacht werden«, sagt Christoph Dolle.

Christoph Dolle und Laura Schröder (links) begrüßten Marilyn Clamors als erste Person, die eine Onlineterminvereinbarung im Bürgerbüro der Stadt Blomberg genutzt hat. Foto: Stadt Blomberg

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