Stadt und BNG setzen auf Zusammenarbeit

Blomberg. Die Stadt Blomberg hat einen langfristigen Strom- und langfristigen Erdgaskonzessionsvertrag mit dem heimischen Netzbetreiber Blomberg Netz GmbH & Co. KG (BNG) abgeschlossen.

Wie die Stadt mitteilt, hatte der Rat auf Basis eines umfangreichen Vergabeverfahrens einstimmig entschieden, die Konzession an den lokalen Netzbetreiber zu vergeben, der ein gemeinsames Unternehmen der Blomberger Versorgungsbetriebe (BVB) und Westfalen Weser ist.

Bei der Unterzeichnung betonte Blombergs Bürgermeister Klaus Geise die Vorteile der Partnerschaft mit der BNG: »Der Betrieb der Energienetze ist grundlegender Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Mit der BNG hat die Stadt einen Partner, der einen möglichst sicheren, preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten und umweltverträglichen Strom- und Erdgasnetzbetrieb auch in Zukunft gewährleisten kann. Das gut ausgebaute Netz und das bewährte Know-how der Mitarbeiter des Dienstleisters bilden eine solide Basis dafür.«

Zudem stünden bei den Planungen anstehender Bauvorhaben persönliche Ansprechpartner auf kurzem Wege für die Kommune zur Verfügung. »Der direkte Draht zu den Beschäftigten und die reibungslose Zusammenarbeit sind für uns sehr wertvoll. Unsere Bürger werden davon profitieren«, so Geise weiter.

Peter Begemann, Geschäftsführer der BVB/BNG, zeigte sich erfreut, dass sein Unternehmen sich im Konzessionsverfahren anhand eines rechtlich vorgegebenen Kriterienkatalogs gegen Wettbewerber durchgesetzt habe. »Gerade als kommunales Unternehmen sind wir uns der Verantwortung bewusst. Wir danken für das große Vertrauen, das uns als in dieser Konstellation noch jungem Unternehmen entgegengebracht wird. Das spiegelt auch die bisher schon sehr gute Zusammenarbeit der BVB mit der Stadt wider«, sagt Begemann.

Sein Kollege Michael Wippermann betont die lokalen Gegebenheiten: »Wir sind vor Ort und stehen unseren Kunden, ansässigen Unternehmen und Installationsbetrieben für ihre Anliegen zur Verfügung. Es kommt uns sicher auch zugute, dass die Beschäftigten ihre Arbeit und die Region wie ihre eigene Westentasche kennen.« Die beiden Co-Geschäftsführer weisen auch auf die extrem hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards des Strom- wie des Erdgasnetzes hin.

»Die abgeschlossenen Verträge regeln unter anderem die Nutzung öffentlicher Grundstücke und Wege zur Errichtung und Instandhaltung der Versorgungsnetze. Die Stadt Blomberg erhält von dem heimischen Netzbetreiber die jeweils gesetzlich höchstzulässige Konzessionsabgabe. Die Laufzeit der beiden Verträge beträgt jeweils 20 Jahre«, erklärt Christoph Dolle, städtischer Beigeordneter und Kämmerer.

Das Stromnetz in Blomberg hat inklusive Hausanschlüsse eine Länge von über 360 Kilometern. Davon entfallen rund 290 Kilometer auf Niederspannungs- und knapp 77 Kilometer auf Mittelspannungsleitungen. Sechs Kilometer der Mittelspannungsleitungen sind Freileitungen. Das Netz hat knapp 5.200 Hausanschlüsse und 81 Ortsnetzstationen. Das Erdgasnetz hat inklusive Hausanschlüsse eine Länge von rund 120 Kilometern und über 2.670 Hausanschlüsse sowie drei Gasdruckmess- und regelanlagen.

Nach erfolgter Vertragsunterzeichnung präsentieren die Partner zufrieden die Schriftstücke: Beigeordneter Christoph Dolle, Bürgermeister Klaus Geise sowie die Geschäftsführer Peter Begemann und Michael Wippermann (von links). Foto: Stadt Blomberg

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