Rapsaussaat in den letzten Zügen

Blomberg/Lippe. Bauern sind in diesen Tagen noch mit dem Aussäen von Raps beschäftigt. In der ersten Septemberwoche wird die Aussaat dann abgeschlossen sein.

Der jetzt gesäte Raps ist im nächsten Frühjahr an den leuchtend gelben Feldern zu erkennen.  Kaum wurde der Raps im Juli geerntet und seine ölhaltigen Samen zu Öl verarbeitet, steht von Ende August bis Anfang September schon die Aussaat für das kommende Jahr an. »Weil die Samen so klein sind, werden sie sehr flach unter der Oberfläche in ein feines Saatbett gelegt, wo sie auf guten Bodenanschluss und Feuchtigkeit zur Keimung angewiesen sind«, erklärt Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Lippe Dieter Hagedorn.

Wenige Tage nach der Aussaat kann man die ersten zarten Pflanzen auf dem Acker erkennen. »Es ist wichtig, dass sich die jungen Pflanzen bis zum Winter bereits gut entwickeln, um niedrige Temperaturen unbeschadet zu überstehen«, informiert Hagedorn.

Raps zählt zu jenen Ackerkulturen, die beinahe das ganze Jahr lang auf dem Acker stehen. Neben ausreichend Zeit für seine Entwicklung bis zur erntereifen Feldfrucht erfüllt er verschiedene wichtige Funktionen für Boden, Nährstoffhaushalt, für Kleinlebewesen und sogar für die anschließende Ackerfrucht auf dem Feld. So erfüllt Raps als winterharte Kultur bereits ab dem Herbst die Funktionen als Bodendecker und Nährstoffhalter, was vor allem in den Wintermonaten von Bedeutung ist.

Sobald der Raps im Herbst zu wachsen beginnt, bedeckt er den Ackerboden, entwickelt also noch vor dem Winter ein bodenbedeckendes Blätterkleid, das den Acker vor Verschlämmung und Erosion schützt. »Mit ihren tiefen Pfahlwurzeln nimmt die Pflanze Nährstoffe auf und schützt diese vor Auswaschung«, so der Vorsitzende.

Zur Blüte im April profitieren Insekten von Pollen und Nektar. In der Fruchtfolge steht Raps üblicherweise zwischen zwei Getreidearten wie Weizen und Gerste und lockert als Blattfrucht die Fruchtfolge auf. »Das Positive ist, dass typische Getreideschädlinge und nicht erwünschte Pflanzen (Beikräuter) einen wenig geeigneten Lebensraum vorfinden und auf natürliche Weise auf der Fläche zurückgedrängt werden«, berichtet Hagedorn.

Bauern sind in diesen Tagen mit dem Aussäen von Raps beschäftigt. Foto: Florian Pottkamp

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