Kunstkalender für den guten Zweck

Blomberg. Die Schüler des Hermann-Vöchting-Gymnasiums (HVG) in Blomberg haben ihrer Kreativität wieder freien Lauf gelassen und herausgekommen ist ein neuer, vielseitiger Jahreskalender.

Nun stehen den Fünft- und Sechstklässlern des Gymnasiums spannende Wochen bevor. Wie in den vergangenen Jahren werden die Jungen und Mädchen den Kalender im Dezember verkaufen – und das für einen guten Zweck. Denn der Erlös soll sowohl dem Naturschutzbund als auch dem Verein »Peru-Aktion« und damit dem Yanachaga-Projekt zugutekommen.

»Wir sind froh darüber, dass wir auch in diesem Jahr wieder etwas Gutes tun können. Das wäre ohne unsere Schüler, die diese Kunst erstellt haben, nicht möglich«, erklärt Schulleiter Michael Hanke. Der Kalender zeigt 13 Motive, die im Rahmen des Kunstunterrichts von Schülern der Jahrgangsstufen sechs, sieben, acht und neun sowie der Q1 und der Q2 zu Blatt gebracht worden sind. Aber auch ehemalige Schüler sind mit ihren Projekten vertreten.

Nele und Ben haben im vergangenen Jahr am Verkauf mitgewirkt und gaben ihren Mitschülern einige Tipps mit auf den Weg. »Sorgt auf jeden Fall für eine gute Tüte, damit die Kalender nicht nass werden«, schlug Ben zum Beispiel vor.

Neben der Vorstellung des neuen Kalenders nutzten Michael Hanke und seine Kolleginnen Clara Mittelgöker und Kathinka Speckin auch die Gelegenheit, zwei Institutionen die Spende aus dem vergangenen Kalender-Verkauf zu überreichen. 1.000 Euro gingen damit an das SOS-Kinderdorf, weitere 1.000 Euro wurden dem Projekt Yanachaga zugeführt.

»Ich bedanke mich recht herzlich für diese Spende, die wir gut gebrauchen können«, erklärte Uwe Lange, Psychologe in der SOS-Beratungsstelle in Blomberg. Da das SOS-Kinderdorf vor drei Jahren mit der Spieltherapie von Schieder nach Blomberg umgezogen ist, soll das Geld für eine Renovierung der Räumlichkeiten verwendet werden. »Damit können wir neues Mobiliar anschaffen und die Räume modernisieren«, erläutert er.

Große Freude herrschte auch bei Carmen Lente-Lorenzen, Vorstandsmitglied des Vereins »Peru-Aktion«.Die ehemalige Lehrerin durfte bereits im vergangenen Jahr eine großzügige Spende des HVG entgegennehmen und berichtete den Schülern, wofür das Geld verwendet wurde: »Wir haben Mädchen- und Jungen-Projekte in Peru. Da die Jungen bereits über Laptops und Computer verfügen, haben wir nun die Mädchen mit entsprechenden Geräten ausstatten können«. Dies sei gerade in Zeiten von Corona besonders hilfreich, da seit März nur noch Online-Unterricht stattfinden kann. Mit der neuen Spende sollen die Mädchen in nächster Zeit ihren lang ersehnten Sportplatz bekommen. »Damit müssen sie nicht mehr nur auf Wiesen spielen«, erklärte Lente-Lorenzen. Die Jungen haben bereits einen Sportplatz.

Das Yanachaga-Projekt ermöglicht jungen Menschen einen Ausweg aus einem Leben ohne Perspektive. Im Alter von zwölf Jahren, nach Beendigung der Grundschule, können die Jugendlichen in zwei Anlagen leben und lernen. Hier kümmern sie sich um die Landwirtschaft, eignen sich das Kochen im Restaurant an oder pflegen die Anlage.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste das HVG in diesem Jahr darauf verzichten, alle Fünftklässler persönlich an der Veranstaltung teilhaben zu lassen. Daher waren die Klassensprecher stellvertretend für ihre Klassen anwesend. Damit auch die übrigen Schüler der Veranstaltung beiwohnen konnten, wurde sie als Videokonferenz in ihre jeweiligen Unterrichtsräume übertragen.

Kathinka Speckin, Michael Hanke und Clara Mittelgöker (mittig, von links) überreichten jeweils einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro an Uwe Lange (links) und Carmen Lente-Lorenzen. Foto: brink-medien

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.