Kunstmauer mit Einbahnstraßen-Regel

Blomberg (miw). Entlang der historischen Stadtmauer und durch den Schweigegarten spazieren und dabei Kunst erleben: Diese Besonderheit bietet seit nunmehr 20 Jahren die Blomberger Kunstmauer.

Nachdem die Freiluft-Veranstaltung im vergangenen Jahr ausfallen musste, ist das Organisations-Team, das sich aus dem Vorstand von Blomberg-Marketing und der »Arbeitsgemeinschaft Kunstmauer« zusammensetzt, zuversichtlich, dass die Künstler am Sonntag, 1. August, ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren können – wenn auch mit bestimmten Regeln.

»Aktuell lässt es der Inzidenzwert zu und die Genehmigungen liegen vor«, erklärt Stefan Stuckenberg, Geschäftsstellenleiter von Blomberg Marketing. Er hofft, dass sich daran auch bis zum Veranstaltungstag nichts ändern wird. Rund 40 Künstler, überwiegend Maler, werden dann von 11 bis 18 Uhr ihre Werke unter freiem Himmel ausstellen. Zudem sind Kulinarisches und musikalische Unterhaltung von der »Zwei-Mann-Kapelle« geplant. Zur Eröffnung werden Landrat Dr. Axel Lehmann und Bürgermeister Christoph Dolle Grußworte vor dem Martiniturm sprechen.

»Es wird ein bestimmtes Wegekonzept geben«, erklärt Stuckenberg von den pandemiebedingten Vorschriften. Das bedeutet: Es wird eine Einbahnstraßen-Regelung geben. Außerdem werden diesmal weder in der Klosterkirche noch im Martiniturm Ausstellungsobjekte zu sehen sein. »Die Künstler werden auch mit mehr Abstand zueinander platziert«, berichtet Karin Siesenop, die gemeinsam mit Sabine Kühne die »Arbeitsgemeinschaft Kunstmauer« bildet.

Damit die Kunstfreunde im vergangenen Jahr nicht ganz auf die Ausstellung verzichten mussten, riefen die Veranstalter die digitale Kunstmauer ins Leben. Die Werke und Lebensläufe der Künstler waren in einem virtuellen Rundgang im Netz zu finden. Die Idee kam gut an und stieß auf große Resonanz: »Bereits am ersten Tag hatten wir 5.000 Besucher auf der Seite«, berichtet der Geschäftsstellenleiter.

So soll es aufgrund des großen Zuspruchs auch in diesem Jahr, parallel zur Open-Air-Veranstaltung, eine digitale Kunstmauer geben. Diese geht am Veranstaltungstag von 8 Uhr an unter www.kunstmauer-blomberg.de online. Dort wird sie mindestens bis zum Jahresende zu sehen sein, wie Stefan Stuckenberg erklärt. 32 Künstler nehmen daran teil.

Auch wenn das digitale Format auf großes Interesse stieß, sind sich die Veranstalter einig, dass sie das Event unter freiem Himmel nicht ersetzen konnte. »Das Ambiente, die Gespräche mit den Künstlern – all das macht die Blomberger Kunstmauer aus«, sagt Sabine Kühne, die weiß, dass auch die Künstler in großer Vorfreude sind, den Menschen ihre Werke wieder persönlich präsentieren zu können und mit ihnen in den Austausch zu treten.

Vorab gibt es von sofort an wieder einen visuellen Vorgeschmack auf die Veranstaltung. Die Schaufenster von rund 20 Geschäften und Institutionen in der Innenstadt haben sich in kleine Galerien verwandelt. Dort sind einige Werke der teilnehmenden Künstler zu sehen, die auch käuflich erworben werden können.

Auch der Kunstmauer-Keks, der in den Bäckereien und Eisdielen verteilt wird, soll die Bürger auf das bevorstehende Event aufmerksam machen. Außerdem wird das Organisations-Team vor dem Büro von Blomberg Marketing am heutigen Freitag, 9. Juli, sowie am Freitag, 23. Juli, für die Veranstaltung werben.

Stefan Stuckenberg, Geschäftsstellenleiter von Blomberg Marketing, sowie Sabine Kühne (links) und Karin Siesenop von der »Arbeitsgemeinschaft Kunstmauer« sind zuversichtlich, dass die Open-Air-Kunstausstellung stattfinden kann. In den Schaufenstern gibt es bereits einen Vorgeschmack. Foto: Michaela Weiße

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