Klang und Bewegung im Schlossgarten

Blomberg-Reelkirchen (miw). »Die Kulisse ist traumhaft mit einer ganz besonderen Atmosphäre«, sagt Musiker Nils Kercher, der gemeinsam mit seiner Frau Kira Kaipainen das Publikum im Garten des Wasserschlosses in Reelkirchen mit Stimme und Klangvielfalt begeistert hat.

Das deutsch-finnische Duo aus Bonn war am Wochenende bei dem zweitägigen Festival »Hear and Dance« zu Gast.

»Normalerweise veranstalten wir immer ein Sommerfest, das konnte coronabedingt jedoch nicht stattfinden«, berichtet Dr. Sigrun Brunsiek, Vorsitzende des Vereins »Wasserschloss Reelkirchen«. Daher habe die Schlossgemeinschaft nun ziemlich spontan ein Mini-Festival auf die Beine gestellt.

Die insgesamt rund 70 Besucher mussten einen negativen Coronatest oder einen Nachweis ihrer vollständigen Impfung vorweisen. Musiker Eckhard Naujoks, der Teil der Schlossgemeinschaft ist, eröffnete am Freitagabend mit Gesang, begleitet von Gitarren- und Keyboardspiel, das Konzert. Das Publikum versammelte sich auf seinen Sitzplätzen vor der kleinen Bühne.

Anschließend folgte mit Nils Kercher und Kira Kaipainen der zweieinhalbstündige Hauptact des Abends. Sie präsentierten unter anderem Lieder ihres neuen Albums »Can you smell the rain«. Dabei kamen Instrumente wie etwa die Kora, ein uraltes westafrikanischen Saiteninstrument, zum Einsatz. Einige Zuschauer standen von ihren Plätzen auf und bewegten sich zur Musik.

Weiter ging das Festival am nächsten Morgen mit »Yoga mit Klang«. Mit »Biodanza« folgte eine besondere Tanzeinheit. Bei diesem »Tanz des Lebens« sollen Körper, Geist und Seele miteinander verbunden werden. Am Nachmittag gab es eine »Dance Celebration« mit verschiedenen DJs. Mit dem »Meditativen Soundgarten« klang das Festival am späten Abend aus.

Der Verein »Wasserschloss Reelkirchen« besteht seit 2013 und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunst und Kultur in die ländliche Region zu bringen. Regelmäßig finden dort Workshops und andere Veranstaltungen statt. Im vergangenen Jahr erfreute sich ein Lichtkunst-Event besonderer Beliebtheit. »Das ist sehr gut angekommen«, berichtet Sigrun Brunsiek. Daher seien die Lichtinstallationen auch für dieses Jahr wieder geplant, wie die Hausherrin verrät. Sofern es die Pandemie zulässt, soll die Veranstaltung am 23. und 24. September stattfinden.

Nils Kercher und seine Frau Kira Kaipainen verzauberten ihr Publikum unter anderem mit westafrikanischen Klängen. Foto: Michaela Weiße

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