Hochwasserhilfe aus Blomberg

Blomberg. Da die Nelkenstadt zahlreiche freundschaftliche Kontakte nach Bad Neuenahr-Ahrweiler unterhält, hat es angesichts der erschütternden Folgen der Hochwasserkatastrophe Kontakt zu den dortigen Behörden gegeben, um gezielt Hilfe anzubieten und der betroffenen Bevölkerung Spenden zukommen zu lassen.

Die zuständigen Behörden vor Ort bitten allerdings aktuell darum, vorerst von weiteren Sachspenden abzusehen. Aufgrund der enormen Spenden-und Hilfsbereitschaft aus ganz Deutschland sind die Sammelstellen und Lager derzeit völlig überfüllt.

»In den Gesprächen, unter anderem auch mit dem rheinland-pfälzischen Katastrophenschutz und dem Deutschen Roten Kreuz in Mainz, das für die Region Ahrweiler die Koordination der Hilfsgüter wahrnimmt, machten uns die dortigen Verantwortlichen klar, dass die Materiallager und die Infrastruktur vor Ort im Moment bis zum Anschlag ausgereizt sind und man vorerst keine weiteren Sachspenden annehmen könne. Damit würden unsere bisherigen Überlegungen für eine Spendeninitiative mit zentralen Sammelstellen in Cappel und in der Kernstadt bei aller Hilfsbereitschaft allerdings ins Leere laufen«, erläutert Bürgermeister Christoph Dolle zum aktuellen Sachstand.

Die tatsächlichen Bedarfe bestünden aktuell stattdessen darin, die überfluteten Ortskerne frei zu räumen und eine Infrastruktur zu schaffen, um die Sachspenden aus den übervollen Lagern an die Menschen weiterzuleiten. Benötigt werden also stattdessen ausgebildete Feuerwehr- und Rettungskräfte und schweres Gerät.

Die Stadt Blomberg hat daraufhin in enger Abstimmung mit der Führung der städtischen Feuerwehr angeboten, sobald konkrete Bedarfe gemeldet werden, mit freiwilligem Personal und Gerät die Kräfte in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu unterstützen. Diesbezüglich hält die Stadtverwaltung einen kurzen Draht zu den Behörden vor Ort.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Blomberger Feuerwehr im Bereich Euskirchen mit Personal und Gerät unterstützt. Das Blomberger Rote Kreuz unterstützt aktuell noch mit zahlreichen freiwilligen Kräften vor Ort einen Hilfe-Einsatz im Kreis Heinsberg.

Sollten die Lager sich leeren und wieder Sachspenden angenommen werden, erhält die Stadtverwaltung Bescheid und initiiert kurzfristig eine entsprechende Sammelstelle in Blomberg.

Bürgermeister Dolle appelliert dennoch an die Bevölkerung, zu helfen: »Wer den betroffenen Menschen, die gerade ihre Existenz verloren haben, helfen möchte, kann das auch weiterhin tun. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die lokale Kreissparkasse haben dazu extra ein Spendenkonto eingerichtet.«

Spendenkonto »Hochwasser« bei der Kreissparkasse Ahrweiler: IBAN: DE86 5775 1310 0000 3394 57, BIC: MALADE51AHR

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