Starkregenmodell soll Ortsteile schützen

Blomberg. Die Stadt Blomberg prüft seit längerem gemeinsam mit dem Kreis Lippe Maßnahmen zum Schutz vor Starkregenereignissen.

In Blomberg waren von den zellenartigen Starkregenereignissen der vergangenen Jahre vor allem die Ortsteile Altendonop, Donop, Dalborn und stellenweise Herrentrup betroffen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit der Fertigstellung eines digitalen Starkregenmodells für das gesamte Stadtgebiet konnte nun ein erster, wichtiger Schritt vollzogen werden, mit dem eine umfassende und detailscharfe Datenbasis zur Risikoanalyse geschaffen werde, aus der sich wiederum geeignete Maßnahmen ableiten ließen.

Als Pilotkommune habe Kalletal im vergangenen Jahr den ersten Aufschlag mit der Beauftragung eines sogenannten »digitalen Zwillings« gemacht, einer detailreichen Kartographierung aller städtischen Flächen und aller Bewegungsmuster von Wassermassen.

Als weitere Pilotkommunen hatten Blomberg, Extertal und Dörentrup Kontakt zum Kreis Lippe aufgenommen. In der vergangenen Woche konnten nun die vier Bürgermeister aus Kalletal, Extertal, Dörentrup und Blomberg gemeinsam mit Dr. Stefan Ostrau vom Kreis Lippe erste Ergebnisse und Visualisierungen anhand eines hochkomplexen digitalen Starkregenmodells vorstellen.

Im weiteren Verlauf sollen diese Ergebnisse dem Blomberger Ausschuss für Bauen und Umwelt in der kommenden Sitzung vorgestellt werden. Weiterhin seien Infoveranstaltungen in den betroffenen Dörfern vorgesehen.

»Die detailreiche Aufarbeitung unserer am ehesten gefährdeten Gebiete ist ein enormer Schritt, um zukünftig gezielter Schutzmaßnahmen vor Starkregenereignissen ergreifen zu können«, betont Blombergs Bürgermeister Christoph Dolle. »Das reine Wissen um Problemzonen an sich ist aber noch keine Lösung«, führt der Bürgermeister aus.

Die enge Kooperation mit Flächenbesitzern und Landwirten sei der Schlüssel zu angemessenen Lösungen. Ziel sei es, gemeinsam geeignete Flächen zum Beispiel für präventive Kanäle, Dämme und Regenrückhaltebecken zu finden. Anhand des nun vorliegenden Modells könne die Kommune aber auch gezielter nach Schwachstellen bei den innerörtlichen Gräben und Kanalführungen schauen.

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