HSG holt Punkt in Neckarsulm

Blomberg. Zum Start der ersten von zwei englischen Wochen musste sich die HSG Blomberg-Lippe am Mittwochabend mit einer Punkteteilung in Neckarsulm zufriedengeben.

In einem wilden Spiel erlebten die Zuschauer in der Ballei Sporthalle zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten, an deren Ende ein 35:35 (18:23)-Unentschieden auf der Anzeigetafel stand.

Beide Mannschaften drückten von der ersten Sekunde an mächtig aufs Tempo und ließen zunächst keine Torchance ungenutzt. Erst nach fünf Minuten scheiterte Sport-Union-Spielmacherin Lynn Knippenborg erstmals mit einem Wurf ans Edelmetall. In der Folge kippte das Spiel mehr und mehr zu Gunsten der Blombergerinnen, die in der Offensive wie aus einem Guss agierten. Mit einer überraschend deutlichen 18:23-Halbzeitführung ging es schließlich in die Kabinen.

Zum Start der zweiten Halbzeit verspielten die Blombergerinnen binnen weniger Minuten die zuvor mühsam erkämpfte Führung. Hatte das Team aus der Nelkenstadt in der ersten Halbzeit noch ein wahres Offensivspektakel gezeigt, sahen die 732 Zuschaueren in der Ballei nun, wie ihr Team einen 18:23-Rückstand innerhalb von fünf Minuten in eine 26:24-Führung ummünzte.

Das Spiel der HSG stabilisierte sich zwar wieder, doch die Neckarsulmerinnen drückten weiter auf das Gaspedal, um die Entscheidung zu ihren Gunsten zu erzwingen. Nach 48 Minuten erzielte Knippenborg die 32:28-Führung für ihr Team. Mit großem Kampf und großer Moral spielten sich die Blombergerinnen Tor für Tor zurück in die Begegnung. 54 Sekunden vor dem Ende gelang Michalczik dann der zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleichstreffer zum völlig verdienten 35:35-Endstand.

»Letztendlich bin ich froh, dass wir uns hier noch einen Punkt erkämpft haben. Wir haben im Angriff ein gutes Spiel gezeigt, in der Abwehr jedoch viel zu viel zugelassen. Die Stabilität im Spiel, die ich gerne gesehen hätte, hat mein junges Team heute leider nicht abrufen können. Am Ende kann ich mit dem Punkt jedoch gut leben«, zieht Trainer Steffen Birkner ein positives Fazit.

Spannend weiter ging es auch nach Spielende mit der Auslosung des DHB-Pokal-Achtelfinals. Losfee Henning Mühlleitner (Olympia-Vierter über 400 Meter Freistil im Schwimmen) loste der HSG ein Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund zu. Das Achtelfinale wird voraussichtlich am 13. November stattfinden. Eine genaue Terminierung erfolgt in den kommenden Tagen.

Weiter geht es für die HSG bereits am kommenden Samstag (19.30 Uhr) mit dem Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde der EHF European League Women. Bei der TuS Metzingen geht es dann darum, sich eine gute Ausgangsposition für das alles entscheidende Rückspiel zu verschaffen. Dieses findet am 23. Oktober (18 Uhr) in der Phoenix Contact-Arena in Lemgo statt.

Tore für die HSG: Marie Michalczik (13/6), Ndidi Agwunedu (6), Linnea Pettersson (5), Ann Kynast (3), Laetitia Quist (3), Kamila Kordovská (2), Emelyn van Wingerden (2), Lisa Rajes (1)

Steuerte 13 Treffer für die HSG bei: Marie Michalczik. Foto: kreislippe.pictures

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